Voller Erfolg: Fotowettbewerb des VFFK

Borken, 25. September 2018

Malerisch, verspielt, natürlich: Rund 600 Wettbewerbsfotos zeigen ganz neue Perspektiven auf den Friedhof

Der Verein zur Förderung der deutschen Friedhofskultur (VFFK) hatte dazu aufgerufen, unter dem Motto "Er ist..." Friedhöfe als ganz besondere Aufenthaltsorte fotografisch in Szene zu setzen. Mit rund 600 Einsendungen erfuhr der Aufruf eine unerwartet große Resonanz. Die vierköpfige Jury wählte zuletzt aus den Einsendungen des Frühjahrs- und Sommerdurchlaufs die Gewinner heraus, was angesichts der qualitativ hochwertigen Bilder keine leichte Aufgabe war. Ausgelobt waren Preisgelder sowie Sachpreise.

Den 1. Platz (500,00 Euro) belegt Jürgen Pfleiderer aus Heilbronn. Ihn habe die Idee des ungewöhnlichen Wettbewerbs wegen des ungewöhnlichen Ortes gleich fasziniert. Ein Friedhof sei für ihn ein Ort der Ruhe und auch ein Refugium für die Natur, sagt Pfleiderer. Froh zeigt sich der Preisträger über den glücklichen Zufall, der sich bei seinem Gewinnerbild ergab: "Als sich das Rotkehlchen unweit von mir auf einen Grabstein setzte und zu singen begann, bemerkte ich auch die Inschrift auf dem Stein. Ich war sehr froh über diesen glücklichen Zufall, denn ein solcher spielt bei vielen guten Bildern letztendlich eine nicht zu unterschätzende Rolle".

Janina Katzer aus Bonn ist Preisträgerin des 2. Platzes (300,00 Euro). Auch für sie sei der Friedhof ein Ort der Ruhe, wo sie mit ihren Kindern gerne spazieren und die Natur mitten in der Stadt genießen könne, sagte Katzer, als sie von ihrer Platzierung im Wettbewerb erfuhr: "Mit dem Foto unseres Sohnes auf seinem geliebten Laufrad wollte ich unseren Friedhof gerne in einem anderen Licht zeigen, mehr 'Leben' statt 'Stillleben'".

Irene Bias aus Hannover ist Gewinnerin des 3. Preises (150,00 Euro). "Sieht es nicht so aus, als ob diese Dame aus Stein sich an dem Blütenduft berauschen möchte? Und sieht es nicht so aus, als ob sie sich bereits eine Blüte gepflückt hätte und in der Hand hält?", fragt Bias beim Blick auf ihr Gewinnerbild. "Wenn der Rhododendron blüht, kann ich nicht einfach in der Wohnung sitzen, sondern muss dieses Kleinod in all seiner Pracht genießen. Da kommt dann schon das ein oder andere Bild zusammen".

Der Fotowettbewerb löst bei Andreas Mäsing, den Vorsitzenden des VFFK, pure Begeisterung aus: "Mit den Bildern zeigen uns die Menschen, dass sie den Friedhof nicht nur als Bestattungsort sehen - er ist Ruhepol, Quelle für Inspiration, Ausflugsziel und vieles mehr. Wir haben erreicht, dass sich die Menschen mit dem Friedhof als Ort stark auseinandersetzen". Somit habe der VFFK sein Ziel mit dem Wettbewerb erreicht. Neben den farbenfrohen und schönen Motiven, habe auch die hohe technische Qualität vieler Bilder überzeugt, so Mäsing.

Im Frühherbst des vergangenen Jahres rief der VFFK zum ersten Mal dazu auf, Friedhöfe als ganz besondere Aufenthaltsorte in ihrer einmaligen Herbst- und Winterstimmung fotografisch in Szene zu. 2018 ging es dann noch einmal um Frühlings- und Sommerbilder, die natürlich eine ganz andere Stimmung als die Herbst- und Winterbilder vermittelten.

"Wir gratulieren allen Gewinnern sehr herzlich", sagte Andreas Mäsing, "und wir bedanken uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die mit ihren überraschenden und oftmals ungewöhnlichen Perspektiven dem Thema Friedhofskultur einen neuen Blickwinkel verliehen haben. Die hier versammelte Kreativität war für die Jury und uns alle sehr beeindruckend."

Alle Gewinnerbilder des Fotowettbewerbs sind in einer Galerie auf der Internetseite www.er-ist-fotogen.de einsehbar!

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